Vita

Ich wurde 1976 in eine Familie hineingeboren, in der es selbstverständlich war, sich über Spiritualität und ‘übernatürliche Phänomene’ zu unterhalten. Insbesondere mein Großvater – einer der wichtigsten Mentoren in meinem Leben – vermittelte mir eine äußerst pragmatische Herangehensweise an ‘diese Dinge’. Vermutlich empfand ich gerade auch deshalb Ereignisse in meiner Kindheit und Jugend als ganz normal, die gemeinhin als, nun ja, befremdend angesehen werden (regelmäßige außerkörperliche Erfahrungen, Begegnungen mit Spukerscheinungen, erste bewußte Episoden magischer Natur).

Mit 14 begann ich, gezielt meine Intuition zu trainieren und lernte hypnotisieren; davon angeregt begann ich, mit veränderten Bewußtseinszuständen zu experimentieren. Darauf folgten bald zahlreiche mystische Erfahrungen und die Entwicklung medialer Fähigkeiten. Diese Erlebnisse verarbeitete ich in meinem ersten Buch (Hymnen, dbv, Graz 1993). Nach meiner Matura lebte ich eineinhalb Jahre auf der Insel Ischia, 1996 machte ich mich selbständig. Mit einem einjährigen Intermezzo als Buchhändler arbeite ich seither als Seminarleiter und Coach, v. a. im spirituellen Bereich, professioneller Geschichtenerzähler, Medium, Magier, Mythologe, Drehbuchautor und -lehrer.

Im Lauf der Zeit lernte ich viele außergewöhnliche Menschen kennen, die mich inspirierten und mit denen ich mich angeregt austauschen konnte: spirituelle Lehrer und Lebenskünstler, Medien und Gurus, Heiler und Ordensleute, Schamanen und Magier. Neben entsprechenden Kontakten im deutschsprachigen Raum brachten mich intensive Reisen bisher auch nach England, Irland, Indien, Schottland, Südafrika und Mozambique, Ägypten, Transsilvanien, Damanhur, Wales und Mallorca, wo ich mit den dortigen spirituellen Traditionen, Kraftplätzen und Wissensträgern in Kontakt gekommen bin.

Ich liebe Blues, Pink Floyd, guten Rock, schottischen Whisky, brillante Fernsehserien und Comics. Ich bin zutiefst anglophil und ein hoffnungsloser Katzenliebhaber.


Freedom Spirit

Meine individuelle Sichtweise und ‘Rolle’ innerhalb des Spiels finden in ‘meinem’ Symbol Ausdruck:

Die Bärentatze weist auf mein wichtigstes Krafttier hin – Bär findet sich nicht nur in meinem Namen; er begleitet mich seit vielen Jahren mit seiner Stärke und veranschaulicht grundlegende Aspekte meines Wesens:

Bär verbringt den Winter in seiner Höhle und träumt … damit ist er der Hüter und Bewahrer von bildhaften neuen Ideen. Sein Platz der Kraft ist die Traumhütte, der Ort des inneren Wissens, wo der Tod der Illusion physischer Realität zusammenfällt mit der Ewigkeit. Von dort kommt der Rat der Geister.

Menschen mit Bärenmedizin, sagt man, brauchen viel Schlaf. Sie lieben ein warmes und gemütliches Heim. Sie sind selbstgenügsam und stehen lieber auf eigenen Beinen als von anderen abhängig zu sein. Zu ihren Stärken gehören Introspektion und Weisheit, die Fähigkeit des Umgangs mit Einsamkeit, Tod und Wiedergeburt, Transformation und Heilung, Astralreisen, die Kommunikation mit den Geistern und Wesen der Träume. Bärenmenschen sind die geborenen Propheten, Schamanen und Mystiker.

Bär spricht überlegt aus ihnen, nachdem er alle verfügbaren Informationen begutachtet und sie an einem ruhigen Ort verarbeitet hat. Bär ist jemand, der sagt: „Ich muß in Ruhe darüber nachdenken. Ich melde mich wieder.“ Man kann sich auf das verlassen, was er sagt. Doch obwohl er schwerfällig und langsam wirkt, ist er ein grimmiger Krieger – er ist schwer zu erzürnen, doch einmal provoziert, kann seine Wut verheerend sein. Dann ist er blitzschnell. Bär trägt die Einladung, ihn in das Schweigen der Traumhütte zu begleiten, wo Visionen zu konkreten Realitäten werden.

Der Blitz und die Spirale auf der Bärentatze symbolisieren (in gewisser Weise Yin- und Yang-mäßig) Blitz und Donner. Damit hat es folgende Bewandtnis: Bei den Lakota, deren Tradition ich mich verbunden fühle, gibt es mehrere Arten von Medizinmännern; einer davon ist der Heyoka, der heilige Clown, derjenige, der sich lachend über die Regeln hinwegsetzen kann … und oft auch muß. Es heißt, daß man zum Heyoka berufen ist, wenn man von Blitz und Donner träumt. Wie soll ich meine Fassungslosigkeit, ja beinahe mein Entsetzen in Worte fassen, als ich diesen Traum hatte? Es war das lauteste Geräusch, das ich jemals hörte. Dieser Blitzschlag, dieser Donner gingen durch alle Welten, sie rissen mir den Boden unter den Füßen weg. Es war eine der erschütterndsten Erfahrungen meines Lebens. Und gleichzeitig begriff ich, weshalb ich grundsätzlich anders war, nie einen festen Platz in der Gesellschaft hatte, mich keinerlei Normen verpflichtet fühlte und immer aus dem System zu fallen schien. Ich verstand, warum ich oft eine konträre Perspektive einnehme, aus diesem Zugang heraus aber auch eine erstklassige Selbstbestimmung empfinde und vermitteln kann: quasi eine spirituelle Narrenfreiheit.

Dem Narren kommt im Tarot u. a. die Bedeutung zu, sowohl Anfang als auch Ende der Entwicklung zu sein. Seine Zahl ist die 0: Er kann, wie der Joker im Kartenspiel, für alles und nichts stehen, er läßt sich nicht einordnen, er ist jenseits der Dualität. Im Bewußtsein dieses Poeten des Absurden spiegelt sich die Weisheit der Ungewißheit wider – der Narr kann nicht in die Irre gehen, weil alle Wege die seinen sind (oder weil er gar keinen mehr geht?).

Er stellt schwierige Fragen und sagt Dinge, die anderen unangenehm sind. Dadurch ermöglicht er sowohl neue Denkansätze als auch den Zugang zum Erforschen eigener Zweifel und Ängste. Er hat die Kraft, emotionalen Schmerz zu heilen und anderen zu helfen, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Der kosmische Schelm kümmert sich nicht um Tabus, Regeln und Grenzen, er hinterfragt ständig Autoritäten, deckt Täuschungen auf und schafft so ein erweitertes Bewußtsein. Er verspricht nichts, das hält er aber auch. Der Narr ist ein Tor.

Auf diesen Erfahrungen und Betrachtungsweisen fußt meine Arbeit. Ich freue mich riesig, meine Beobachtungen, Überlegungen, Geschichten und Erlebnisse mit Ihnen zu teilen!

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